Polizei weist 27 Besucher von rechtem Konzert in Fretterode ab
27 Besucher eines rechten Konzerts in Fretterode wurden von der Polizei abgewiesen. Die Veranstaltung, die zu Spannungen führte, wurde rechtzeitig unterbunden.
In Fretterode wurde ein geplanter Auftritt, der sich augenscheinlich an eine rechtsextreme Klientel richtete, von der Polizei verhindert. 27 Personen, die an dem Konzert teilnehmen wollten, wurden nach dem Eintreffen der Ordnungshüter abgewiesen. Die Sicherheitskräfte zeigten sich entschlossen, bevor die Veranstaltung überhaupt beginnen konnte, was nicht als besonders überraschend gilt in einer Zeit, in der die Gefahren von solch extremistischen Versammlungen allzu bekannt sind.
Das Konzert sollte offenbar im Freien stattfinden, was den Organisatoren nicht nur einen unkomplizierten Rahmen bot, sondern auch das Potenzial, unliebsame Aufmerksamkeit zu vermeiden. Die Behörden hingegen lassen keine Gelegenheit aus, die Öffentlichkeit über die Risiken solcher Ereignisse zu informieren. Man fragt sich, ob der leicht abwegige Versuch, ungestört zu feiern, nicht mehr als nur ein weiteres Kapitel im Grauwald der deutschen Kulturgeschichte ist. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spannungen bleibt abzuwarten, wie die örtlichen Kulturschaffenden auf solche Entwicklungen reagieren werden und ob sie es schaffen, derart fragwürdigen Ereignissen erneut die Stirn zu bieten.