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Warum Top-Manager auch in der Krise Millionen verdienen

Trotz der Corona-Krise haben Dax-Manager 2020 Millionen-Gehälter kassiert. Wie ist das zu rechtfertigen? In diesem Artikel erfährst du mehr über diese Ungleichheit.

vonLukas Schmidt11. Juni 20262 Min Lesezeit

Es ist kaum zu fassen: Während die Corona-Krise Millionen von Menschen in Deutschland und weltweit hart trifft, haben die Top-Manager der Dax-Unternehmen im Jahr 2020 immer noch Millionen verdient. Das wirft bei mir Fragen auf. Wie kann es sein, dass in einer Zeit, in der viele um ihre Existenz bangen, einige nur durch ihren Titel und ihre Position in schwindelerregende Gehälter schlüpfen? Für mich ist es enttäuschend und zeigt eine eklatante Ungleichheit.

Zuerst einmal sollte man sich die Grundlagen ansehen. Die Unternehmen, die im Dax gelistet sind, sind nicht einfach nur große Firmen. Sie sind die Säulen unserer Wirtschaft. Doch oft hinterlassen ihre Entscheidungen und Handlungen einen schalen Nachgeschmack. In der Pandemie haben viele dieser Unternehmen staatliche Hilfen in Anspruch genommen. Gleichzeitig flossen die Gehälter der Vorstände in Höhen, die für mich und viele andere unvorstellbar sind. Hier sieht man eine klare Diskrepanz: Während das einfache Personal Kurzarbeit in Kauf nehmen musste, wurden die Manager großzügig entschädigt. Es ist fast so, als ob sie in einer anderen Welt leben.

Und es geht noch weiter. Die Argumentation, dass diese hohen Gehälter notwendig sind, um die besten Talente zu halten, zieht nicht mehr. In Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter eines Unternehmens und seiner Führung. Soziale Verantwortung und eine gerechte Entlohnung für alle Mitarbeiter sollten viel höher gewichtet werden. Wenn ein Unternehmen seine Angestellten fair behandelt und ihnen Sicherheit bietet, zeigt es auch in Krisenzeiten, dass es ein starkes Fundament hat. Da kann kein Manager mit einem Millionen-Gehalt das aufwiegen.

Ein möglicher Einwand ist, dass Top-Manager für ihre Leistungen zur Verantwortung gezogen werden sollten. Klar, sie tragen eine große Verantwortung und müssen Entscheidungen treffen, die den Kurs eines Unternehmens beeinflussen. Aber in der Krisenzeit, in der viele ihren Job verlieren und Existenzängste haben, kommt das einfach nicht gut an. Es ist ein schmaler Grat zwischen notwendiger Kompensation und der Wahrnehmung von Unrecht.

Meine Schlussfolgerung? Die Gehälter sind überzogen und ungerechtfertigt. Unternehmen sollten in Zeiten der Krise bescheidener auftreten. Anstatt Millionen für Manager auszugeben, wäre es an der Zeit, die Grundpfeiler des Unternehmens zu stärken - die Mitarbeiter. Sie sind es, die den Laden am Laufen halten. Wenn wir nicht bald anfangen, diese Ungleichheit zu adressieren, werden wir uns langfristig in einer Gesellschaft finden, die immer weiter auseinanderdriftet.

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